BM (Bad Manners) – was steckt dahinter?
Kurz erklärt
BM steht für „Bad Manners“ und beschreibt unfaires, respektloses Verhalten im Spiel oder Chat. Das Spektrum reicht von spöttischen Emotes nach einem Kill über sarkastische Sprüche bis zu offenem Trash Talk. BM zerstört Stimmung, kippt Matches und kann – je nach Spiel – Reports, Mutes oder Strafen nach sich ziehen. Kurz: Es ist das Gegenteil von sauberer Sportsmanship.
Warum BM ein Problem ist
Bad Manners eskalieren Spannungen, lenken vom Gameplay ab und machen Teams schlechter. Tilt, Fehlschläge und Kommunikationsbrüche sind die Folge. In Ranked-Queues wirkt sich BM oft direkt auf die Winrate aus: Wer nachtritt, statt Lösungen zu finden, verliert Fokus, Tempo und Zusammenspiel. Auf Stream- oder Esport-Bühnen schadet BM zudem dem Ruf – von einzelnen Spieler:innen bis hin zu ganzen Organisationen.
Typische BM-Beispiele
- „GG EZ“, „ez clap“ oder abwertende Emotes nach einem Win
- Sarkastisches „gg“ mitten im Match („Ist eh vorbei… gg“)
- BM-Teabagging/Taunts nach Kills oder Caps
- Spott-Voice-Lines/Spampings mit offensichtlicher Demütigungsabsicht
- Targeted Trash Talk („report X“, „noob“, persönliche Beleidigungen)
Abgrenzung: Trash Talk vs. Banter vs. BM
Ein wenig Banter (freundliches Sticheln) kann Matches würzen – solange alle Beteiligten es möchten und die Grenzen klar sind. Trash Talk ist die härtere Kante und schnell grenzwertig. BM beginnt dort, wo Respekt kippt: Du möchtest nicht mehr spielen, sondern kränken. Wenn du unsicher bist, lass es – und bleib neutral.
Etikette: Wie du BM vermeidest
Gute Etikette ist einfach: kurz, sachlich, fair. Kritik gehört in Taktik-Sprache, nicht in Abwertungen. Am Ende des Matches genügen „GG“ oder „GG WP“. Nach engen Runden ist „well played“ stark, nach klaren Wins ist schweigen oft besser als Reibung zu riskieren. Und wenn die Nerven blank liegen? Mute/Block nutzen, durchatmen, nächste Runde.
Do:
- Taktisch kommunizieren: Callouts statt Kommentare
- Nach dem Match: GG / GG WP – einmal, nicht spammen
- Bei toxischem Chat: Mute, nicht zurückfeuern
Don’t:
- „GG EZ“, sarkastisches „gg“ im laufenden Match, Spampings
- Persönliche Angriffe, herabwürdigende Memes oder Emotes
- „Report-Mobbing“ im Teamchat
Häufige Missverständnisse
„Ist Teabagging immer BM?“
Nicht immer – aber meist wird es so gelesen. In kompetitiven Settings lieber lassen. Der potenzielle Tilt-Faktor überwiegt jeden „Style-Punkt“.
„Ist Schweigen nach einem Win unhöflich?“
Nein. Neutralität ist oft die eleganteste Option. Wenn du Anerkennung ausdrücken willst: „GG WP“ – einmal reicht.
„Wie reagiere ich auf BM?“
Nicht spiegeln. Entweder ignorieren/muten oder maximal neutral antworten („focus next“, „we got this next time“). Das schützt Team-Fokus und Rating.
Fazit zu BM
BM kostet Leistung. Respektloses Verhalten zerlegt Fokus, Teamchemie und am Ende oft die Winrate. Wer stattdessen kurz, sachlich und taktisch kommuniziert, spielt konstanter besser – und bleibt report-frei. Halte dich an den einfachen Dreiklang: Calls statt Kommentare, GG/GG WP am Ende, Mute statt Gegenfeuer. So schützt du dein Mindset, dein Team und deinen Ruf – Pro-Move statt Tilt.



